Vorbereitungen im neuen Zuhause
- Futter- & Wassernäpfe
Der Futterplatz deiner Katze sollte an einem ruhigen Ort sein. Da Katzen dazu neigen zu wenig zu trinken, sollten am besten mehrere Trinknäpfe in der Wohnung verteilt angeboten werden. Besonders beliebt sind Trinkbrunnen, die durch das fließende Wasser zum Trinken anregen.
Die Näpfe müssen jeden Tag gereinigt werden, um keine verdorbenen Futterreste zu beinhalten.
Täglich frisches Wasser sollte selbstverständlich sein.
- Schlafplatz
Die Katzen werden sich von selbst ihre Lieblingsplätze aussuchen. Decken, Höhlen, Körbchen usw. kann man ihnen anbieten. Wichtig sind ruhige Orte, wo sich dein Kätzchen zurückziehen kann, wenn es Ruhe benötigt.
- Kratzbäume & andere Kratzmöglichkeiten
In deiner Wohnung musst du mehrere Möglichkeiten zum Kratzen anbieten, um deine Möbel zu schonen. Das Kratzverhalten muss gelenkt werden, damit es nur an den Stellen passiert, wo es gewünscht ist.
Ein großer Kratzbaum mit mehreren Etagen, Liegemulden und Kuschelbetten ist besonders beliebt. Katzen lieben erhöhte Schlafplätze. Am besten wäre es noch den Kratzbaum mit einem Cat-Walk und einem Klattersack an der Wand zu verbinden um ihnen ein kleines Kletterparadies zu ermöglichen.
Ein robuster Kratzbaum sollte standfest sein, ein dickes Sisalseil (10mm, wird nicht so schnell durchgewetzt) und dicke und lange Kratzstämme haben. Die hohen Kratzstämme laden zum genüsslichen Strecken und Dehnen bei der Krallenpflege ein. Die Kratzstämme sollten komplett aus Sisal bestehen und nicht aus Stoff, da dieser sofort kaputt wird, weil er nicht zum Kratzen geeignet ist. Alle Stoffe: die Liegemulden, Hängematten, Kuschelbetten und Liegepölster lassen sich abnehmen und in der Waschmaschine waschen.
- Spielzeug
Es sollte ausreichend Spielzeug vorhanden sein, damit dein Kätzchen genügend Beschäftigung hat. Es gibt im Handel eine große Auswahl an Spielzeug (Mäuschen, Bälle, Tunnel, Kratzkartons, Raschelknäuel, Federangeln, Höhlen,...).
Man sollte darauf achten, dass es auch sicher ist und das deine Kätzchen nichts davon abbeißen und verschlucken können, was ihnen schaden würde oder im Magen-Darm-Trakt stecken bleiben könnte.
- Transportbox
Eine geeignete Transportbox für das Kitten sollte bereit stehen. Sie sollte unbedingt waschbar sein. Weidekörbe eignen sich nicht, da sie nicht waschbar sind, sollte mal ein Malheur passieren. Auch könnte deine Katze einmal eine Infektion haben, wo es nötig ist die Transportbox gut zu desinfizieren, dies funktioniert wiederrum am besten mit Transportboxen aus Kunststoff. Am besten wäre es, wenn du ein Plätzchen hast wo die Transportbox stehen bleiben kann. Mit einer gemütlichen Decke drinnen wird sie oft gerne als Schlafplatz genutzt. So verbindet deine Katze sie auch mit etwas positiven, weil sie nicht nur herausgeholt wird, wenn ein Tierarztbesuch ansteht.
- Katzentoilette
Für die Katzentoilette eignet sich ein anderer ruhiger Ort, der aber nicht direkt neben dem Futter- und Schlafplatz ist. Katzen sind sehr reinliche Tiere. Sie sollte natürlich täglich gereinigt werden. Die Streu sollte regelmäßig gewechselt und die Katzentoilette regelmäßig ausgewaschen werden. Die richtige Hygine ist wichtig für eine möglichst geruchsarme und keimfreie Katzentoilette.
- Pflanzen auf Giftigkeit prüfen
Besonders wichtig vor dem Einzug deines Kittens ist das Prüfen der Zimmerpflanzen. Zuerst sollte man rausfinden, um welche Pflanze es sich handelt und ob diese für deinen Liebling giftig ist und somit durchaus lebensbedrohlich sein kann. Giftige Pflanzen am besten verschenken oder außer Reichweite der Katzen aufstellen. Bitte bedenken, dass Katzen sehr gute Springer und Kletterer sind und auch an Orte hoch oben rankommen können.
- Kabel
Da vor allem Kitten in allem ein Spielzeug sehen, solltet ihr vor dem Einzug unbedingt die Wohnung/das Haus Katzensicher machen und euch auch Gedanken über eventuell erreichbare Kabel machen. Diese kann man gut mit Kabelkanälen schützen.
- Kippfenster - Gefährliches Kippfenstersyndrom
Gekippte Fenster sollten bitte unbedingt vermieden werden oder dementsprechend gesichert. Die Katzen versuchen häufig über den Spalt zu flüchten und bleiben dann zwischen Rippen und Becken hängen. Durch Befreiungsversuche rutschen sie immer tiefer in den Spalt. Die Gefahren für Lähmungen, schwere innere Verletzungen, Frakturen und Ischämien (verminderte oder keine Durchblutung) mit schwerwiegenden Folgen für die Bauchorgane können die Folge sein.
Ankunft Zuhause
Anfangs können die vielen neuen Eindrücke überfordernd für dein Kitten sein. Lasse deinem Kätzchen die nötige Zeit. Es muss sich erst an alles gewöhnen (die fremden Gerüche und Stimmen, die neue Wohnung,...).
Wichtig für die Eingewöhnung:
- Das Kitten darf selbstständig das neue Zuhause erkunden. Ständiges rufen, einreden und tragen verunsichern es nur.
- Die erste Zeit sollen nur die engsten Familienmitglieder anwesend sein. Besucheranstürme auf das süße Baby sollen vermieden werden, um es nicht zu überfordern.
- Die Kinder in der Familie müssen darauf aufmerksam gemacht werden, dass das neue Familienmitglied viel Ruhe und Zeit braucht, um alles erkunden zu können. Das ständige nachjagen und herumtragen sollte vermieden werden. Immerhin ist es ein Lebewesen und kein Kuscheltier. Besser ist es, wenn die Kinder sich einfach auf den Boden in die Nähe des Kätzchens setzen und ihm die Möglichkeit geben Kontakt aufzunehmen, dabei aber nicht aufdringlich sind. Vielleicht nimmt das Kätzchen ja die Spieleinladung mit der Federangel an. Falls es dazu aber im Moment keine Lust hat, muss auch das den Kindern erklärt werden. Zu aufdringliches Verhalten kann das Kätzchen verängstigen.
- Wichtig! Wenn sich das Kätzchen zurückgezogen hat um sich auszuruhen, müssen die Kinder das ebenfalls akzeptieren. Auch das Kätzchen braucht einen Ort der Ruhe, wo es sich zurückziehen kann, ohne ständig gestreichelt und gestört zu werden.
- Anfangs muss man dem Katzenbaby zeigen, wo sich seine Katzentoilette befindet. Spätestens wenn es unruhig wird. Optimal wäre, wenn das Kätzchen nach seiner Ankunft auf die Katzentoilette gesetzt wird und es von da aus das neue Zuhause erkunden kann.
- Auch der Futterplatz kann dem Kätzchen gezeigt werden. Nach dem anfänglichen Erkunden, kann ihm etwas Futter angeboten werden.
- Gewöhnung an andere Katzen: Leben bereits andere Katzen im Haushalt, muss man darauf achten, nicht die volle Aufmerksamkeit nur dem neuen Kitten zu geben, ansonsten kann die alte Katze sehr schnell eifersüchtig werden. Die alte Katze benötigt genauso weiterhin ihre Spiel- & Streicheleinheiten wie zuvor. Anfängliches Fauchen und Knurren ist normal. Wichtig ist, dass sie genügt Platz haben, um sich aus dem Weg gehen zu können. Wie lange eine Vergesellschaftung dauert, kann sehr unterschiedlich sein. Sie kann innerhalb weniger Tage abgeschlossen sein, aber auch mehrere Wochen oder Monate dauern.
- Damit sich die Katzen im neuen Zuhause wohl fühlen hängt mehr von der Gestaltung der zur Verfügung stehenden Räume ab und weniger von den Quadratmetern.
- In den ersten Wochen sollte der Stress so gering wie möglich gehalten werden, damit sich dein Kitten eingewöhnen und heimisch fühlen kann.
- Wir wünschen euch, dass zwischen euch und eurem neuen Familienmitglied eine tolle Bindung entsteht und ihr viel Freude und schöne Momente miteinander habt!











